🐟 Indischer Glaswels – Kryptopterus vitreolus
Der Indische Glaswels gehört mit seinem nahezu vollständig transparenten Körper zu den außergewöhnlichsten Zierfischen der Aquaristik. Knochenbau und innere Strukturen sind deutlich sichtbar, wodurch dieser elegante Wels im Aquarium beinahe schwerelos wirkt. Kryptopterus vitreolus ist ein friedlicher, geselliger Gruppenfisch, der besonders in größeren, ruhig eingerichteten Aquarien seine faszinierende Wirkung entfaltet.
📋 Steckbrief
- 🐠 Wissenschaftlicher Name: Kryptopterus vitreolus
- 🐟 Handelsname: Indischer Glaswels
- 📏 Endgröße: etwa 6–8 cm
- 🏡 Aquarium: ab ca. 180 Litern bzw. 100 cm Kantenlänge
- 👥 Haltung: Gruppe von mindestens 10 Tieren, gerne mehr
- 🌡 Temperatur: ca. 23–28 °C
- 💧 pH-Wert: ca. 5,0–7,5
- 💧 Gesamthärte: weich bis mittelhart
- 🍽 Ernährung: überwiegend tierische Kost, Frost- und Lebendfutter sowie geeignetes Trockenfutter
- 📍 Schwimmzone: hauptsächlich mittlerer Beckenbereich
- 🤝 Verhalten: sehr friedlich, ruhig und stark gruppenorientiert
- 🌏 Herkunft: Südostasien, insbesondere Thailand
🌿 Haltung im Aquarium
Der Indische Glaswels ist kein Fisch für die Einzelhaltung. Erst in einer ausreichend großen Gruppe fühlt er sich sicher und zeigt sein typisches, gemeinsames Schwimmverhalten. Empfehlenswert sind mindestens zehn Tiere. Bei ausreichend Platz wirkt eine größere Gruppe noch eindrucksvoller und bietet den Fischen zusätzliche Sicherheit.
Das Aquarium sollte sowohl freie Schwimmflächen als auch geschützte Bereiche besitzen. Eine dichte Randbepflanzung, Wurzeln und Schwimmpflanzen sorgen für Deckung und dämpfen intensives Licht. Eine leichte bis mäßige Strömung wird häufig gerne angenommen, gleichzeitig sollten ruhigere Bereiche vorhanden sein. Ein dunkler Bodengrund unterstreicht die transparente Erscheinung besonders schön.
✨ Ein außergewöhnlich transparenter Aquarienfisch
Das auffälligste Merkmal dieser Art ist der fast vollständig durchsichtige Körper. Lediglich Kopfregion, Wirbelsäule und einige innere Strukturen zeichnen sich deutlich ab. Dadurch entsteht im Aquarium ein ungewöhnlicher, beinahe gläserner Eindruck.
Die heute wissenschaftlich als Kryptopterus vitreolus bezeichnete Art wurde im Aquarienhandel lange unter dem Namen Kryptopterus bicirrhis angeboten. Beide Bezeichnungen sind deshalb bis heute häufig im Handel und bei Aquarianern zu finden.
🤝 Verhalten & Vergesellschaftung
Diese Glaswelse gelten als ausgesprochen friedlich, reagieren jedoch empfindlich auf hektische oder aggressive Mitbewohner. Geeignet sind ruhige Salmler, Bärblinge, friedliche Labyrinthfische und andere zurückhaltende Arten mit ähnlichen Ansprüchen an die Wasserwerte.
Sehr kleine Garnelen oder Jungfische können als Nahrung betrachtet werden. Große, aggressive oder stark territoriale Arten sollten vermieden werden. Besonders wichtig ist eine ruhige Umgebung, da die Tiere bei Stress schnell scheu reagieren können.
🍽 Fütterung
In der Ernährung sollte auf hochwertige und abwechslungsreiche Kost geachtet werden. Besonders gerne werden kleine Frost- und Lebendfuttersorten wie Artemia, Cyclops, Daphnien oder Mückenlarven angenommen. An geeignetes Granulat- und Flockenfutter lassen sich viele Tiere ebenfalls gewöhnen.
Als Ergänzung für eine abwechslungsreiche Ernährung empfehlen wir unser Fishtopia All-4-Fish Softgranulat. Gerade bei neu eingesetzten Tieren sollte jedoch darauf geachtet werden, dass sie das angebotene Trockenfutter tatsächlich annehmen und zusätzlich Frost- oder Lebendfutter erhalten.
Zur ergänzenden Versorgung mit wichtigen Vitaminen und Spurenelementen eignet sich der Oase AquaElements Vitamine Wasserzusatz.
💧 Wasserwerte & Pflege
Glaswelse reagieren stärker als viele robuste Aquarienfische auf schlechte oder stark schwankende Wasserbedingungen. Das Aquarium sollte deshalb vollständig eingefahren sein und regelmäßig gepflegt werden. Regelmäßige Teilwasserwechsel, eine zuverlässige biologische Filterung und konstante Wasserwerte sind entscheidend für eine langfristig erfolgreiche Haltung.
Temperaturen zwischen etwa 23 und 28 °C sowie eher weiches bis mittelhartes Wasser sind gut geeignet. Besonders wichtig ist, abrupte Veränderungen der Wasserparameter zu vermeiden und neue Tiere sorgfältig an das Aquarienwasser zu gewöhnen.
🌏 Herkunft & natürliche Lebensweise
Die Art stammt aus Südostasien und ist vor allem aus Gewässern der thailändischen Halbinsel und dem Südosten Thailands bekannt. Dort bewohnt sie langsam fließende bis stehende Gewässer, die teilweise eine braune bis dunkle Färbung besitzen. Eine naturnahe Einrichtung mit gedämpftem Licht, Pflanzen, Wurzeln und ausreichend freiem Schwimmraum kommt diesen natürlichen Bedingungen entgegen.
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